Jahrestag des Beginns der Konferenz in Rambouillet

06.02.10

 Heute sind es 11 Jahre seit dem Beginn der Internationalen Konferenz über die Lösung der Kosovo-Krise, die im Schloss Rambouillet bei Paris stattgefunden hatte und deren Scheitern mit dem Bombardieren der Bundesrepublik Jugoslawien, dem Rückzug der jugoslawischen Streitkräfte aus Kosovo und Metohija und der Herstellung der vorübergehenden UN-Administration in dieser Provinz resultierte. Der Initiator der dreiwöchigen Gespräche war die Kontaktgruppe, während die internationalen Vermittler Christopher Hill (USA), Boris Mayorski (Russland) und Wolfgang Petric (EU) waren. Sowohl die serbische als auch die albanische Seite haben am letzten Tag der Konferenz, am 23. Februar, einen Vertrag über Kosovo und Metohija bedingt angenommen. Die serbische Delegation nahm den politischen Teil grundsätzlich an – eine breite Autonomie des Kosovo, aber sie wies den militärischen Anhang des Vertrages ab, da er praktisch Okkupation und Einschränkung der Souveränität bedeutete, worüber auch der französische Mond damals schrieb. Mond führte an, diese Teile des Dokumentes seien von der Öffentlichkeit ferngehalten worden, sowie, man habe über sie weder auf dem Treffen über die politische Lösung für Kosovo und Metohija in Rambouillet, noch in Paris gesprochen. Der neue serbisch-albanische Gipfel begann am 15. März in Paris, aber auch er scheiterte. Neun Tage später fing die NATO mit den Bombenangriffen auf BRJ an.